Der „Verein zur Rettung verlassener jüdischer Kinder Galiziens und der Bukowina“: Lisette und Ludwig Gelber, sowie die Mediziner Edmund Kohn und Salomon Ehrmann


Walter Mentzel (Historiker; Dr. Mag. phil. - Wien)

Nach der im Sommer 1915 beginnenden Rückeroberung jener von der russischen Armee 1914 besetzten Gebiete in Ostgalizien und der Bukowina durch die k.u.k. Armee, bekam in der Monarchie die Lebenssituation der Bevölkerung in diesem vom Krieg am vehementesten betroffenen Teil der Monarchie zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit. Damit rückten auch die tausenden Kriegswaisen, deren Eltern während der russischen Besatzungszeit nach Russland verschleppt, ermordet oder durch Hunger und Epidemien ums Leben gekommen waren und die nun ohne Obdach und Schutz lebten, in den Focus des medialen Diskurses. Nachdem die Regierung Ende 1915 ein staatlich finanziertes Fürsorgeprogramm – verwaltet durch das das 1914 zur Fürsorge der Familien der Einberufenen gegründete Kriegshilfsbüro des Ministerium des Inneren und dessen Leiter Eduard Prinz Lichtenstein – zur Jugend- und Kriegswaisenfürsorge in Galizien ins Leben gerufen hatte, wurde zu dessen Finanzierung zu Spendensammlungen aufgerufen. In der Folge kam es im Frühjahr 1916 zu den ersten Bemühungen die Kriegswaisenfürsorge in…

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